Wie alles begann …

Muscheln – ehemals nicht gerade ein Stammessen
im Mauenheimer Siegfriedhof

Am Abend des 5. Oktober 1959 fand sich in der Mauenheimer Gaststätte Siegfriedhof eine echt kölsche Stammtischgesellschaft zu einem fröhlichen Muschelessen zusammen. Das war in diesem Lokal ein ungewöhnlicher Schmaus, denn im Allgemeinen gab es diese gut schmeckenden Seetierchen hier nicht. Irgend jemand hatte sie besorgt, und da sie einmal da waren, sollten sie ihren Zweck erfüllen. So erklärte sich die Stammtischwirtin einverstanden, die Zubereitung vorzunehmen, obwohl ihr der Kochgeruch nicht sonderlich behagte. Schimpfend rief sie durchs Lokal: „Die verdammten Muschele!“

Muscheln verursachen bekanntlich durstige Kehlen. Die damalige Stammtischgemeinschaft hatte also infolgedessen allen Grund, den Durst mit reichlich Gegenmittel zu bekämpfen. Ob nun dieses Gegenmittel aus dem Fass oder aus einer Weinflasche genommen wurden, die folgenden Geistesblitze waren meist albern oder nicht in die Praxis umzusetzen.

Bei einer Idee jedoch blieben die Stammtischherren: Sie beschlossen, sich – mit Anspielung auf die Schimpfworte der Wirtin – von nun an „Stammtisch Mauenheimer Muschele“ zu nennen und außerdem einen Karnevalsumzug durch Mauenheim zu veranstalten. War dieser Umzug im ersten Jahr noch eine spärliche Gruppe, schlossen sich von Jahr zu Jahr immer mehr Karnevalsjecke an. Kurz darauf wurde der Verein gegründet.

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